Dem Gottesdienst legte der Apostel ein Wort aus dem Propheten Habakuk zu Grunde; Habakuk 2,20: "Aber der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei vor ihm stille alle Welt!"
In seiner Predigt beleuchtete der Apostel die damaligen Zeitverhältnisse unter der Herrschaft des babylonischen Königs Nebukadnezar. Er war ein stolzer Herrscher, der viele Feldzüge unternahm und monumentale Bauten errichtete. Im ersten und zweiten Kapitel beschreibt der Prophet die schwierigen Verhältnisse in Jerusalem.
Der Apostel ging auch auf den Namen Habakuk ein, der ungewöhnlich ist. Die Bedeutung, ein Pflanzenname, dem heutigen Basilikum ähnlich, hat ihm vielleicht Spott eingebracht, so der Apostel. Habakuk vertritt einen Gott, der einfach und unscheinbar wirkt: „Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.“ (Habakuk 2,4) Unser Gott ist ein leiser Gott, führte der Apostel aus. Das musste auch schon der Prophet Elia erleben. Nicht in den Gewalten der Natur, sondern im sanften Säuseln offenbarte sich Gott Elia. Und so erleben wir auch heute, wie Gott in der Stille wirkt und schafft.
Gott offenbart sich in seinem Tempel durch das Sakrament, das Apostolat und das Evangelium Jesu Christi. Apostel Paulus schreibt an die Korinther: „Der Tempel Gottes seid ihr“ (1.Korinther 3,16), also die Menschen, die Christen, diejenigen, die Gott suchen.
Musikalisch gestalteten neben Orgel ein gemischter Chor, bestehend aus Sängerinnen und Sängern beider Gemeinden, den Gottesdienst.
Neuapostolische Kirche