Aus dem Kirchenbezirk sowie darüber hinaus kamen zahlreiche Seniorinnen und Senioren zum jährlich stattfindenden Seniorengottesdienst, darunter auch Apostel i.R. Edmund Stegmaier und seine Frau.
Apostel Vicariesmann stellte den Festgottesdienst unter das Bibelwort 2. Korinther 4,16:
„Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert.“
Der Apostel erwähnte eine Postkarte, die er wie viele weitere Glaubensgeschwister von der Bezirksseniorenbeauftragten Doris Lindemann vor einiger Zeit als Einladung zum Seniorengottesdienst erhielt. Handschriftlich war dort zu lesen:
"Wenn ich nicht zuhöre, bin ich taub... Wenn meine Augen geschlossen sind, bin ich blind... Wenn ich den Mund nicht öffne, bin ich stumm..."
Der Apostel stellte fest, dass Weghören, Wegsehen und Sprachlosigkeit mit Müdigkeit verbunden sein können und zeigte darin die Parallele zum vorgelesenen Bibelwort auf. Zwei „Rezepte“ gegen Müdigkeit stellte er in seiner Predigt heraus:
- „Gehe in den Gottesdienst und schaue auf das, was bleibt – schaue auf das Wesentliche!“
- „Schaue auf deine Erfahrungen mit Gott!“
Mit dem Bild seines kürzlich auf einer Flugreise verloren gegangenen Koffers und den dann vor Ort geliehenen Kleidungsstücken stellte der Apostel heraus, das Äußere und Vergängliche nicht in den Vordergrund zu stellen.
Auch die Kirche Christi sei nach dem Äußeren unvollkommen. Mit den darin gewirkten Sakramenten und der Liebe und Zuwendung von Jesus Christus führe Gott jedoch alles zur Vollendung, betonte der Apostel. Abschließend gab er der Festgemeinde noch eine Aufgabe mit auf den Weg und rief dazu auf, Erfahrungen mit Gott auch mit anderen zu teilen.
Der Bezirksvorsteher, Priester Thomas Klimmek, nahm mit Blick auf den jüngst zurückliegenden Gottesdienst für Entschlafene nochmals das Bild auf, dass Jesus in die Tiefen der Hölle gegangen sei. Und so möchte Jesus auch heute noch zum Kern, der Seele, in die Tiefe zu jedem einzelnen Menschen gehen. Wichtig sei es, der eintretenden Müdigkeit Aktivität entgegenzusetzen.
In einem weiteren Predigtbeitrag bezog sich Bezirksältester Marco Scheuchzer auf das zuvor gesungene Chorlied „Wie fein und lieblich“ (Chorbuch Nr. 372). Er stellte mit der darin besungenen Aussage „Wo Liebe währt, o da entbehrt man gern vergänglich Gut…“ die beständige, unvergängliche Liebe Gottes in den Mittelpunkt.
Der Gottesdienst wurde musikalisch durch den Bezirksseniorenchor unter der Leitung von Priester i.R. Holger Geschke sowie Hirte i.R. Herfred Schwarz (Orgel) gestaltet.
Im Anschluss kamen viele der Gottesdienstbesucher noch im Foyer der benachbarten Auetalhalle zu Gemeinschaft bei einem Imbiss zusammen. Und auch der Apostel nahm sich gern die Zeit für Begegnungen und Gespräche.
Neuapostolische Kirche